SÄULE 6: SPIRITUALITÄT

Meditation – das Wort selbst ist schön, denn es hat dieselbe Wurzel wie ‚Medizin‘. Beide stammen aus derselben Wurzel. Medizin und Meditation sind Abkömmlinge desselben Wortes.
Medizin ist das, was heilt, was Dich heil und ganz macht – und auf der tiefsten Ebene ist das Meditation
Osho

 

Ausgangspunkt

Was genau ist eigentlich Spiritualität?

Allein den Begriff näher zu beschreiben, kann großen Raum einnehmen. Schneller und eleganter kommen wir der Spiritualität auf die Spur, wenn wir Merkmale / Attribute betrachen:

  • Definition: Spiritus, lt.= Geist, Hauch
  • Das Lebendige betreffend hinter der sogenannten materiellen Form, also das Verhältnis zur nicht materiellen Welt.
  • Der Weg nach innen
  • Spiritualität als Rückkehr des Ich aus dem Ego ins Selbst.
  • Spiritualität vs Religion:
    Der französische Soziloge und Ehnologe Émile Durkheim definiert Religion:
    „Eine Religion ist ein solidarisches System von Überzeugungen und Praktiken, die sich auf heilige, d. h. abgesonderte und verbotene Dinge, Überzeugungen und Praktiken beziehen, die in einer und derselben moralischen Gemeinschaft, die man Kirche nennt, alle vereinen, die ihr angehören.“
    Religion kann also Spiritualität beinhalten, dies muss aber nicht der Fall sein.
  • Folglich ist die Spiritualität der Religion übergeordnet
    Sie ist freier in der Wahrnehmung dessen, was ist, da sie nicht durch Dogmen und institutionelle Schranken behindert wird.
  • Spiritualität ist nur individuell zu erleben.

 

Spiritualität – Inhalte und Assoziationen

Kognitive Ebene

  • Sinn + Zweck von Leben, Dasein, Universum
  • Werte wie Gerechtigkeit, Glaube, Bedeutung
  • Selbstverwirklichung

 

Gefühlsebene

  • Hoffnung
  • Liebe
  • Verbundenheit
  • Innerer Friede
  • Gefühlte Beziehung zu sich, anderen, der Welt und dem Göttlichen
  • Bewusstsein der eigenen Göttlichkeit

 

Ausdrucksformen von Spiritualität

Die Spielarten, in denen sich Spiritualität zeigen kann, sind vielfältig. Hier sind einige:

  • Gebet
  • Kontemplation / Meditation
  • Rituale
  • Gottvertrauen
  • Ausweitung der Identifikation
  • Empathie
  • Mitgefühl
  • bewusster + liebevoller Umgang mit Anderen, der Umwelt und sich selbst
  • Ehrfurcht
  • Dankbarkeit
  • Gelassenheit
  • Visualisierung
  • „Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst“
    Als Synthese von These Egoismus (Trennung) und Antithese Altruismus (Aufopferung)
 
Wenn Du erkennst, dass Du für alle anderen mitübst, dann wirst Du bei der Meditation glücklich sein, selbst wenn die ganze Gemeinschaft schläft und Du allein in der Meditationshalle sitzt.
Thich Nhat Hanh

Diese Ausdrucksformen sind entweder Handeln (Doing) oder Sein (Being) oder beides.

Reines Sein dient ebenso der Gesundheit wie spirituelles Handeln.

Reine Seinszustände sind verbunden mit tiefen Gefühlen, die kein Gegenteil kennen – sogenannten Eu-Gefühlen

Eu-Gefühle entspringen direkt dem reinen Bewusstsein (Frieden, Stille, Ruhe, Freude, Glückseligkeit, grenzenlose + bedingungslose Liebe, Ekstase, Ehrfurcht). Sie haben kein Gegenteil, da sie jenseits der Polarität existieren.
nach Frank Kinslow

Diese Seinszustände lassen sich z.B. durch Meditation erreichen oder – einfacher – durch das Erlernen von Quantenheilung.

Spiritualität + Gesundheit

Über weite Strecken unserer Historie waren Spiritualität und Heilung eng miteinander verzahnt.

Auch wenn der Stammvater der Medizin, Hippokrates (460 – 370 vor Christus) schon sehr früh das Gesundheitswesen von der Religion trennte, bestand die Verbindung noch sehr lange fort und existiert auch heute noch in vielen Kulturen.

In der Neuzeit ist der Spirit leider weitestgehend aus dem Gesundheitswesen verschwunden.  Doch allmählich hält er in Form der Komplementär- und alternativen Medizin wieder Einzug.

In der Krankenpflege hat die amerikanische Krankenschwester und Erziehungswissenschaftlerin Martha Rogers (1919 – 1994) in den 70er Jahren ein bahnbrechendes Pflegemodell geschaffen, das die Realität der von allen Lebewesen erschaffenen Energiefelder und ihre Wechselwirkungen mit einbezieht. Grundlage: die Quantenphysik. 🙂

Sich ständig mit kranken Menschen zu umgeben, ist daher in gewisser Weise gefährlich, außer Du weißt Dich zu schützen. Es gibt nichts, was Dich so gut schützen kann wie Meditation.
Osho

Gesundheitswirkungen von Gebet + Meditation

Dass Spiritualität eine positive Wirkung auf die Gesundheit hat, beweisen mehrere Studien (z.B. von U.H. Körtner, H.G. Koenig, R.M. Steinmann und Byrd. Sowohl die eigene Gesundheit als auch die von Menschen, für die z.B. gebetet wird, lässt sich nachweislich positv beeinflussen. Ergebnisse im Einzelnen:

  • Höhere Lebenserwartung (ca. 7 Jahre)
  • Besseres Gesundheitsverhalten (wirkt an sich als Verstärkung; Henne oder Ei? 😉 )
  • Stärkeres Immunsystem – mehr „Killerzellen“
  • Niedrigerer Blutdruck
  • Bessere Blutfettwerte
  • Herz-Kreislauf-System gesünder
  • Niedrigerer Cortisolspiegel (Stresshormon)
  • Gefäßerkrankungen sind seltener
  • höherer Melatoninspiegel (schützt vor Krebs)
  • Schmerzlinderung in aktuten Fällen
  • Besserer Schlaf

 

Meditierende und Betende empfinden ihr Leben insgesamt als

  • stressfreier
  • angstfreier
  • gegenwärtiger
  • gelassener (weniger Sorgen)
  • Dafür haben sie mehr Welt- und Selbstvertrauen

 

Achtung: Studien zeigen ebenfalls, dass dogmatische und angstbesetzte Religionsausrichtungen (Kategorien wie Strafe, Sühne, Sünde, ein strafender Gott etc.) die Gesundheit stark negativ beeinflussen können.

Nun, diese Ausrichtungen haben ja auch nichts mit Spiritualität zu tun.

Spirituelle Heilweisen

Die Methoden des spirituellen Heilens beziehen die energetischen, mentalen und emotionalen Aspekte lebender Wesen mit ein.

Grundsätzlich werden hierbei Energien kanalisiert, durch welche die Selbstheilungskräte angeregt werden.

Beispiele:

Therapeutic Touch (geht auf Martha Rogers zurück, s.o.), Touch for Health, Akupunktur, Akupressur, Shiatsu, Reiki, Jin Shin Jyatsu (Heilströmen) und natürlich die Quantenheilung.

Ein veränderter Bewusstseins-Zustand im Sinne eines veränderten ganzheitlichen Erlebens ist bei diesen Techniken förderlich, wenn nicht gar notwendig.

Einfache Wege zur Spiritualität

Ich betone es immer wieder (gerne): Spiritualität ist jedem Menschen gegeben.

Wir sollten uns von dem Gedanken freimachen, dass hierfür Techniken nötig sind, die nur wenigen zur Verfügung stehen und dass wir dadurch irgendwie weltfremd würden.

Das Gegenteil ist wahr: Spiritualität bringt uns dem Geistigen und der Welt näher.

Und so einfach kann es sein:

  • Sichs selbst innerlich Fragen stellen bewirkt Wunder:
    Wer bin ich?
    Was ist meine Bestimmung / meine Aufgabe?
    Wer koordiniert meine Billiarden Zellen?
    usw.
  • Atmung
    z.B. einfach den eigenen Atem beobachten, das Heben und Senken der Bauchdecke spüren.
    Das führt zuverlässig aus dem Verstandesdenken hinaus.

    Beobachte einfach Deine Atem, ohne ihn irgendwie zu verändern, beobachte bloß
    nach Buddha

    Weitere Übungen? Einfach mich fragen. 😉

  • Ausrichtung auf Harmonie
    Was kann ich tun, damit es mir und anderen seelisch, körperlich und geistig besser geht?
    Was kann ich sein lassen, damit es mir und anderen seelisch, körperlich und geistig besser geht?
    Welche alten Muster führen zu Disharmonie, welches Verhalten wäre hier sinnvoller?
  • Ganz in die Gegenwart gehen
  • Eine einfache Überlegung:
    Wie kommt es, dass innerhalb von 11 Monaten komplett alle Atome in meinem Körper ausgetauscht sind – ich aber immer noch da bin
    Leben muss vom Wesen her über-materiell sein, richtig?
  • Quantenheilung lernen
    Der wahrscheinlich einfachste und effektivste Weg raus aus dem Gedanken-Karussell und hinein in ein erweitertes Bewusstsein der Harmonie, des inneren Friedens und der Freude.

 

Conlusio

Die Trennung von geistiger und materieller Welt ist eigentlich völliger Unsinn.
Beides ist mit einander verwoben, der Geist wohnt im Körper, jede Zelle hat Bewusstsein und Erinnerungsvermögen etc.

So ist jeder Gedanke, jede Neigung, jedes Wort, jede Handlung Spiritualität – oder könnte zumindest Spiritualität sein.

Das hängt allein von unserem Bewusstsein ab. Worauf richten wir uns aus? Was ist uns wichtig?

Sehe und fühle ich mich in den Kosmos eingebettet, gut aufgehoben, geschützt? Oder eher nicht? Ist mein Bewusstsein eher auf Trennung, auf Ego, auf Abspaltung ausgerichtet.

Es komt auf die Ausrichtung des Bewusstseins an, ob Gesundheit, ob Heilung geschehen kann. Und die Ausrichtung wählen nur wir selbst.

Mir ist kein anderes Wunder begegnet als das Wunder der Meditation, das Wunder des Zeugeseins.
Osho
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